Am 1. Mai genossen viele den Feiertag bei strahlendem Sonnenschein...wir hingegen verbrachten den Tag auf dem Hundeplatz und ich traute mich (endlich) mit Ginny die Begleithundeprüfung abzulegen. Und weil man ja als Anfänger nie den Hals voll bekommen kann, startete ich gleich auch noch mit Hundekumpel Don. Diese Entscheidung erfolgte sehr kurzfristig, quasi 5 vor 12, denn Don's Frauchen war krankheitsbedingt leider außer Gefecht gesetzt.
Als absoluter Neuling in der Prüfungsszene mußte zuerst eine Sachkundeprüfung in Form von Ausfüllen eines Fragebogens zu Themen wie Hundehaltung, Gesundheit etc. abgelegt werden. Diese Hürde war noch einfach zu nehmen und wurde damit belohnt, dass ich nun stolzer Besitzer einer Hundeführerlizens bin.
Gegen 10.30 Uhr ging es dann jedoch richtig zur Sache. Begonnen wurde mit der Unbefangenheitsprobe, sprich, der Richter schaut sich jeden Hund an und die Chipnummer wird abgelesen, damit auch sichergestellt wird, dass der richtige Hund an den Start geht.
Wie zu erkennen, zeigt sich Ginny hier schon extrem lustlos. Übrigens, es waren gefühlte 40 Grad in der puren Sonne auf dem Platz, mir war jedoch "eisekalt" bevor es losging. Mit 2 Hunden zu starten ist in dieser Hinsicht ein wenig stressig, denn auch Don musste dieses Procedere über sich ergehen lassen.
So, nun geht es los....gestartet wird in Päarchen, ein Hund muss abliegen, während der andere auf dem Platz sein Schema abläuft. Ginny und ich waren in der 1. Gruppe dran. Hier beim Anmelden:
Und ab gehts....
Schon bei der Leinenführigkeit zeigte sich Ginny bei diesem Wetter nicht von ihrer Schokoladenseite.
Nachdem wir durch die Menschengruppe gelaufen sind, musste sie abgeleint werden und das ganze noch mal ohne Leine zeigen.
Hier flüstere ich ihr nochmal ein bissl was zu:
Hat der Richter natürlich alles gehört und geholfen hat es auch nichts....von ihren kleinen "Beardiestreichen" wie: ich pinkel mal zwischendurch, Sitz....was ist das denn - hab ich ja noch nie gehört.....vorsitzen nach dem heranrufen ist mir auch völlig fremd gibt es (zum Glück) keine Bilder.
Der Teil war überstanden. Nun musste sie abgelegt werden. Hier war uns das Wetter eine gute Hilfe, denn welcher Hund legt sich nicht gern nach der Arbeit hin??? Ich war sehr skeptisch ob unsere Leistung gereicht hat.
Die Auswertung....geschafft. Erster Teil bestanden! Juhu! Während Ginny sich nun ausruhen konnte, ging es für mich gleich weiter. Ab zum Auto und den Don geholt. In der 3. Gruppe startete ich mit ihm.
Schon bei der Anmeldung schaute sich Don immer um: wo ist mein "richtiges" Frauchen???
Aber es ging auch mal mit ein wenig Aufmerksamkeit:
Don meisterte seine Prüfung besser als erwartet; sicher nicht perfekt, aber meine Angst, er würde nach dem Ableinen "zu Mama" laufen wurde zum Glück nicht bestätigt.
Auch er war sehr froh endlich abgelegt zu werden und so war ich mir bei der Auswertung dann ziemlich sicher, dass auch wir beide es geschafft haben.
Und richtig, auch hier: erster Teil bestanden.
"Ja Donni, das hast Du wirklich ganz toll gemacht"
Geschafft...
..."und jetzt will ich zu Mama...!!!"
Danach erfolgte auf dem Nettoparkplatz noch der Straßenteil. Hier mussten die Hunde beweisen, dass ihnen Jogger und Fahrradfahrer nichts ausmachen, sie auch in einer Hunde- und Menschengruppe ruhig bleiben usw. Auch hier: mit beiden Hunden bestanden und somit mit beiden Hunde die gesamte Prüfung bestanden. JUHU!!! Endlich löste sich das flaue Gefühl in meiner Magengegend.
Völlig geschafft ging es somit am späten Nachmittag nach Hause. Butch erwartete uns freudig und weil es so warm war, freute er sich über eine kühle Dusche aus dem Gartenschlauch. Allerdings kann er davon nie genug bekommen und weil ich vergessen hatte, das Wasser abzustellen, verwandelte Butchi einen Teil des Gartens in eine Schlammkuhle:
Ja wer hat hier die dreckigen Pfoten...?????
Genau...BUTCHI!!!!
Und so fand der Tag sein Ende und Ginny ist nun ein Begleithund...genau wie Opa Anton.